Saturday, July 05, 2008

Fiyera und Xander - Part 2

Fiyera bekam schon leicht weiche Knie, als einige Polizisten zu den beiden traten. Jedoch ohne ein Wort zeigte ihr Begleiter, Xander, ihnen zwei Ausweise, worauf sie durchgelassen wurden, ohne eine weitre Frage nach ihrem Ausweis.
Erleichterung machte sich in der jungen Frau breit, dann jedoch warf sie einen schiefen Blick zu ihrem Begleiter. Fragen brannten ihr auf der Zunge. Fragen, die sie stellen wollte, doch der andere wollte nach Hause. Rechtzeitig. Was immer das jetzt schon wieder zu bedeuten hatte.
„Danke“, murmelte sie und zog die Augenbrauen zusammen. „Kannst du Sie mir nicht jetzt alles erklären?“, fragte sie dann einfach. „Nicht, dass ich nicht dankbar wäre, aber dennoch Ich will nicht in Schwierigkeiten kommen.“

"Dafür ist nicht ausreichend Zeit, tut mir leid Fiyera. Bringen Sie mich noch zu meinem Auto, den Rest schaffe ich schon." Xander fühlte wie seine Körpertemperatur langsam stieg. Es wurde allerhöchste Zeit, dass er sein Mittel bekam. Nur warum er es jetzt schon wieder brauchte, das verstand er nicht wirklich. Eigentlich sollte er es nur noch einmal am Tag nehmen.

Leise seufzte die junge Frau. Eigentlich hatte sie auch nicht erwartet, dass sie Antworten bekam. So nickte sie nur langsam. „"gut“", stimmte sie dann zu und sah sich auf der Straße um. Nach und nach kamen Leute aus dem Starlite’s, doch viele wurden auch beiseite genommen, unsanft an Polizeiwagen gedrückt und mit geübten Griffen durchsucht.
Wie es aussah, fanden die Beamten nicht nur bei einzelnen Personen etwas. Leise seufzte die junge Frau. Irgendwie hätte sie sich so was denken können.
"„Wo steht Ihr Auto?“," wandte sie sich dann wieder Xander zu.

Xander deutete wortlos auf einen schwarzen Wagen, der nur noch wenige Schritte von ihnen entfernt stand. Während sie darauf zugingen, tastete er nach dem Schlüssel und öffnete die kleine Limousine mit einem Druck auf die entsprechende Taste. Xander stand mittlerweile Schweiß auf der Stirn und seine Haut fühlte sich unnatürlich warm an.

Kurz warf Fiyera einen blick auf den Wagen. Der andere musste gutes Geld verdienen, wenn er sich solch ein Auto leisten konnte. Beeindruckt nickte sie kurz.
„Gut, hier sind wir“; meinte sie dann, als sie direkt vor dem Auto stand. Dann jedoch runzelte sie die Stirn. Ihr Begleiter sah alles andere als gut aus. Schweißperlen waren auf seiner Stirn und perlten langsam hinab.
„Alles in ordnung?“, fragte Fiyera etwas besorgt.

"Ja.", hustete Xander und ließ sich von ihr beim Einsteigen helfen. "Kommen Sie mit?"
Noch während er sie das fragte begannen seine Hände mit kontrollierten Bewegungen ein kleines Gerät zu aktivieren, dass ihn überwachen würde und im Notfall ausschaltete, ehe er Schaden anrichten konnte. Nur einen Moment danach erwachte die kleine Drohne zum Leben.
"Master Xander, welches Program wünschen Sie?"
"Überwachung Fips. Code Red 1." Dann sah er Fiyera an. Während die Drohne seine Werte mass und beschloss dass er wohl schon etwas brauchte, stand die junge Frau noch unschlüssig neben dem Wagen.
"Autsch, Fips." Xander grummelte und fauchte leise. Die Drohne hatte ihm ein kleines Beruhigungsmittel direkt in die Halsschlagader injeziert. "Wie oft soll ich dir noch einprogrammieren, dass du meinen Hals in Ruhe lässt."

Fiyera wollte gerade anfangen, als die Drohne zum Leben erwachte. Entgeistert starrte sie die kleine Maschine an und zu den Fragen, die sich in ihrem Kopf gesammelt hatten, kamen einige dazu.
Kurz warf sie noch einen Blick über die Schulter zurück und erkannte, wie die Bullen einen jungen Mann aus dem Cub führen. Er war in Handschellen gefesselt und drei Polizisten eskortierten ihn.
Mit einem Schrecken erkannte sie Nathan. Das festigte ihre Entscheidung nur. Sie wollte nicht in Schwierigkeiten geraten. Um ihren Kumpel würde sie sich später kümmern.
So blickte sie wieder zu Xander. „"Sie können Hilfe gebrauchen, nicht dass Sie noch unterwegs zusammenbrechen.“ "
Damit ging sie um das Auto herum und stieg auf den Beifahrersitz.
"„Nur bekommen sie keine falschen Ideen.“ "

Xander lachte leise. "Danke Fiyera, aber lassen Sie das Fips nicht zu laut hören..."
Er schmunzelte und gab das Ziel ins System ein. Dann startete er den Motor und nachem auch Fiyera angeschnallt war, fuhr der Wagen los. Eine weiter Annehmlichkeit, die er seinem Freundeskreis verdankte. Es war bisweilen von Vorteil Informatiker zu kennen und den Beta-Test für die neuen Programme zu übernehmen.
"Also was wollen Sie wissen Fiyera?"

Die junge Frau überlegte kurz, während ihre Aufmerksamkeit auf dem Starlite’s lag. Leise seufzte sie. Sie hätten heute nicht herkommen sollen, nun war Nathan wieder bei den Bullen.
Nachdenklich strich sie sich eine Strähne ihres blonden Haares aus dem Gesicht und blickte wieder Xander an.
"„Nun, erst einmal, warum haben Sie die Bullen einfach durchgelassen? Hier startet eine Razzia und die lassen Sie einfach passieren.“ "

Xander hatte die Frage erwartet und grinste.
"Weil sie es müssen, ich muss eine gewisse Medizin regelmäßig nehmen und da ich ein paar Leute kenne, haben die mir den Weg geebnet, damit ich nicht drauf geh, nur weil mich irgendjemand in einer Kontrolle festhält." Er zuckte mit den Schultern. "Ich würde gern drauf verzichten, aber an Tagen wie heute ist es praktisch." Die Temperatur im Wagen war angenehm und Xandere registrierte erleichtert das Fips' Mittel anschlug.

"„Mh" Fiyera blickte den anderen noch eine Zeit lang an, dann nickte sie. Etwas stimmte nicht. „Auch andere haben Medizinen, die sie regelmäßig nehmen, aber keiner bekommt deswegen Durchlass von den Bullen. Die sind da sehr strikt normalerweise. Und wer nicht macht, was sie sagen hat schon schnell eine Waffe vor seiner Nase. Nicht sehr zu empfehlen.“
Die junge Frau lehnte sich etwas nach vorne. "Stört es Sie, wenn ich rauche?“"

"Ja. Wir sind gleich da, dann ist es kein Problem." Er lächelte entschuldigend und wenig später bogen sie in die Auffahrt eines Hauses. Es wirkte erfrischend schlicht mit dezenter Verspieltheit. Das Garagentor öffnete sich und der Wagen kam drinnen zum stehen. Während sich das Tor schloss, sprang die Elektrik im Haus und in der Garage an. Die Beleuchtung erhellte nur wenige Momente danach den Innenraum. Xander stieg aus und Fips jagte an ihm vorbei.
Die Drohne schwirrte ins Haus und bereitete den Raum für Master Xander vor.
"Kommen Sie mit rein, oder soll ich Sie nach Hause bringen lassen?"

Fiyera seufzte leise, wartete aber, bis das Auto angehalten hatte und sie aussteigen konnte. Sofort danach holte sie eine Packung Zigaretten aus ihrer Hosentasche und ließ wieder einmal das Feuerzeug aufflammen.
"„Ich denke, ich nehme mir ein Taxi“," gab sie schließlich von sich und sah die Straße hinunter. Es schien eine bessere Gegend zu sein, wo Xander wohnte. Ganz konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.
"„Ich wollte eigentlich nur in den Club, um ein wenig abzuschalten, aber jetzt fahr ich doch lieber nach Hause“ ."

"Wie Sie wollen Fiyera. Wenn Sie noch etwas trinken möchten, ein Telefon oder sonst etwas brauchen sind Sie eingeladen mit reinzukommen. Ich beantworte Ihnen auch noch Fragen, wenn Sie möchten." Xander öffnete die Tür, die ins Haus führte und lehnte sich in den Türrahmen.

Fiyera blickte den anderen lange an, dann seufzte sie. Auf das kam es jetzt auch nicht mehr an. Nathan war erwischt worden und es würde wieder jede Menge Ärger für sie und die anderen bedeuten.
So nickte sie. "„gut, ich komme noch mit rein. Fragen habe ich in der Tat genug.“" Es war zwar dreist, aber Xander hatte es ihr ja schließlich angeboten.

Xander lachte leise und wurde fast übergangslos wieder ernst.
"Dann kommen Sie," er machte eine einladende Bewegung und ging vor. Auf einen Pfiff hin kam Fips angejagt.
"Master Xander?" fragte die Drohne.
"Ist alles fertig?" wollte er wissen.
"Ja."
"Dann hol bitte Gläser, Eis und etwas zu trinken. Bring es uns ins Wohnzimmer." bat Xander.
"Sehr wohl Master." Und schon sauste Fips wieder davon.
"Fiyera," Xander deutete eine leichte Verbeugung an und bot ihr einen Arm an.

Fiyera ging die paar Schritte zum Haus hinauf und schenkte Xander ein kurzes Lächeln. „"Danke“," meinte sie und nahm den Arm an, um sich dort locker einzuhaken. Wieder musterte sie den Mann. Er schien 28 oder 29 zu sein und in dem Haus schien es keine Anzeichen davon zu geben, dass noch jemand dort lebte, außer ein paar Dienstboten.
Fragend runzelte Fiyera ihre Stirn, schwieg jedoch.
"„Nun, Sie scheinen sehr Technik begeistert zu sein, wenn ich so an Ihre Drohne denke.“"

Xander grinste. "So kann man es auch ausdrücken. Seit dem ich soviel Technik integriert habe, weigern sich meine Eltern mal wieder vorbei zukommen."
Der Schalk blitzte in seinen Augen auf. "Dafür trifft sich der Technikerkreis in dem ich bin ganz gern bei mir." Er zuckte mit den Schultern. "Das ist einfach wesentlich interessanter als mir von meinen Eltern vorhalten lassen zu müssen, ich solle etwas anständiges lernen."

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